Räder für den GT

Die Beine des GT
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mitsublue
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Räder für den GT

Beitrag von mitsublue » Mi Mai 14, 2003 3:13 pm

Felgen / Räder für den GT

Serienmäßig ist der GT in Deutschland mit 225/50ZR17 auf 7,5x17-Alufelgen ausgestattet.
In den meisten anderen Ländern (z.B. USA) sind es 245/45ZR17 bzw. ab Bj.95 245/40ZR–18, jeweils auf 8,5“- Felgen. Einpresstiefe (ET) in allen Fällen 46 mm. Was Mitsubishi dazu bewogen hat, für D schmalere Felgen / Reifen aufzuziehen, bleibt wohl deren Geheimnis. Auch die Reifenauswahl war bis vor kurzem für diese Größe sehr bescheiden, bei M+S gab es z.B. nur von Dunlop einen Oldie aus den 80ern.
Die Serienfelgen (Hersteller Enkei) sind, Originalton MaGu: „...nicht gerade der Hingucker“ und (für diese Grösse) relativ schwer (ca. 12,5kg) und teuer (ca. 500 E / Felge).

Felgenmaße und Begriffe
Bild

Bevor wir jetzt an andere Felgen denken, zunächst einige Daten
(s. auch "3000GT", techn. Daten).

Felgenbefestigung: Lochkreis (LK) 5 x 114,3mm, Mittenbohrung 67,1mm.

Es gibt übrigens verschiedene 17"- Felgenausführungen (versch. Design, innere Form der Felgenschüssel). Z.B. passt evtl. eine ältere US-Felge nicht auf neuere GT, da vorne kein Platz für grösseren Bremssattel. Also vorher abklären, wenn ihr etwas kaufen wollt.

:?: Kriterien für die Auswahl anderer Räder

Rundum gleich oder Mischbereifung

Mischbereifung
+ v. a. Optik , etwas besserer Geradeauslauf und weniger Spurrillenempfindlichkeit, minimal kürzerer Bremsweg, bessere Traktion (bei Allrad kein Thema).

- kein Rädertausch v - h möglich, evtl. Probleme wg. unterschiedl. Abrollumfangs für ABS und Allradantrieb (max. Differenz 1,3%, ideal wenn gleich), mehr Tendenz zum Untersteuern.

Insgesamt: Kann sein – muß aber nicht.
Wenn Mischbereifung, dann sollten hinten die Felgen max. 1,5" (besser 1") breiter als vorne sein, bei den Reifen max. 30mm breiter (z.B. 245 + 275)und der jeweilige Abrollumfang gleich. Wir haben den Motor ja nicht hinten, zuviel bringt bestenfalls optisch etwas, die Untersteuertendenz usw. verstärkt sich jedoch.

Reifengrösse(n)
Serie in D 225/50ZR17 (die max. Felgenbreite für 225/50 liegt übrigens bei 8,0“).
USA-Modelle s. o.
235/45-17 ist von Mitsubishi D freigegeben, 245/45-17 jedoch nicht, obwohl weltweit am meisten ab Werk gefahren! (?)

Bei anderen Reifengrössen muß u.a. geachtet werden auf
- Speedindex (ZR, W, Y), bei ZR-Reifen Freigabebescheinigung des Reifenherstelleres notwendig
- Loadindex (z.B 94, wichtig v.a. bei getunten Fz.), evtl. XL-Reifen verwenden
- Freigängigkeit (bei entspr. ET meist keine Probleme beim GT),
- Breite (+ Bremsweg, Grip, Lebensdauer, Optik. Aquaplaning, Spurrillen, Kosten, Verbrauch, Beschleunigung),
- Querschnitt, flacher: straffer, direkteres Lenk- und Fahrverhalten aber meist schlechterer Fahrkomfort und auch teurer.
- Abrollumfang (wichtig f. Tachoanzeige: meist zu viel, z.B. bei 235/45-17 ca. + 6,5%, bei 245/40-19 ca. +1,5%.),
- Gewicht (abhängig von Größe und Reifentyp), leicht ist günstig für Handling u. Fahrleistungen
- Optik (Durchmesser, Breite: kleinere Reifen sehen in den grossen Radausschnitten noch verlorener aus).

Felgengrösse und Bauart
Einpresstiefe (ET) = Abstand in mm zwischen Felgenmitte (in der Breite) und der Auflagenfläche des Rades an der Radnabe (s.o).
Breitere Felgen und geringere ET wirken sich positiv auf das Fahrverhalten (und Optik) aus, aber: Schwere Felgen (und Reifen) haben negativen Einfluß auf Handling (ungefederte Massen) und Fahrleistungen (rotierende Massen) . Man kann da ca. von Faktor 3 ausgehen, d.h. z.B. 3 kg pro Rad Mehrgewicht wirken sich in der Beschleunigung wie 3 x 3 (kg) x 4 (Räder) = 36kg zusätzliches Fahrzeuggewicht aus.

Die ET sollte so gewählt werden, daß die Reifen ca. bündig abschliessen, dies hängt aber von Felgen- und Reifenbreite ab, z.B. sind bei 245/45 auf 8,5 “ ca. 30mm ideal. Bei, im Vergleich zum Reifen, zu breiten Felgen kann leicht die Felge verkratzt oder beschädigt werden.
Ein spezielles Problem beim GT ist die Form der Radschüssel, d. h. sie muß genügend Platz für die Bremssättel haben (sonst evtl. Distanzscheiben erforderlich). Aus diesem Grund eignen sich die meisten Felgen mit größerem Tiefbett nicht für die Vorderachse des GT (entweder kein Platz für die Bremssättel oder das Rad kommt zu weit raus). Zudem erhöhen Felgen mit Tiefbett den Luftwiderstand.

Geschmiedete Räder bzw. Mehrteiler (mit Schmiedestern + gewalztem Ring) sind technisch besser und vergleichsweise leichter, aber da wird es meist richtig teuer.
Billigfelgen sind meist schwer und neigen oft zu Rundlaufproblemen, Rissbildung und anderen Qulitätsproblemen..
Also einen vernünftigen Kompromiss suchen.

Optik
Klar, ist wichtig (wie schöne Kleidung für Frauen), die Geschmäcker sind verschieden, aber es gibt auch praktische Gesichtspunkte wie Pflegeaufwand, Korrosionsbeständigkeit (häufig Problem bei gedreht oder poliert + Klarlack), Luftwiderstand (flach + geschlossener ist günstiger), Bremsenkühlung (offenes Design ist hier meist besser).
Optik-Tipp: Wenn Speichen bis zum Rand gehen, wirkt das Rad grösser.

TÜV
Nach meinem Kenntnisstand gibt es derzeit nur noch wenige Felgen bzw. Rad-/ Reifenkombinationen die über ein Anbauteilegutachten verfügen und damit bei jedem TÜV problemlos einzutragen sind:

Eine Möglichkeit wäre von Giacuzzo http://www.giacuzzo.com/ . Verkauf über Mitsubishi-Händler. Es sind (bis auf die Felgendeckel) Felgen von AZEV (dort Typ C bzw. Typ LS, s. unter AZEV).

Seit Mitte 2004 gibt es erfreulicherweise wieder mal einen neuen Felgentyp für den GT – sogar mit TÜV-Anbaugutachten. Es ist der Typ MX von ARTEC in 8“x18“, ET 35. Als Reifengröße ist 235/40 -18 freigegeben. Von den Maßen her also nicht gerade üppig. Nach den o. g. Angaben sollte der Reifen nicht überstehen, d.h. evtl. auch für die Schweiz und Österreich geeignet. Deutsche GT-driver können ggf. noch etwas mit Distanzscheiben „nachlegen“. Nomineller Preis lt. Hersteller 168,-Euro, im Fachhandel „geht“ da vermutlich noch etwas. Siehe http://www.artec-gmbh.de/programm.php?a ... dcfb8d2094

Eine ganz leichte Schmiede-Felge (ca. 8,1kg, daher nicht billig), zudem mit Teilegutachten ist die Team Dynamics / Enkei Visage in 8,5 x 18 ET 30.
Danke an unser Mitglied TT, welcher hier geholfen hat.
s. http://www.gt-driver.de/forum/viewtopic.php?t=752
Passende Reifen: 245/40-18 (h+v), 235/40-18 (h+v, nicht für US-GT) oder auch Mischbereifung VA 235/40 und HA 265/35-18.

Von OZ gibt es mit TÜV-Anbaugutachten für den GT den Typ Ultraleggera in 9x18 ET 35, passend u. a. für 245/40. Sehr leicht (ca. 8,8kg), gute Qualität, aber nicht billig (ca.370 E/St.) s. http://www.oz-racing.de/wheels/racing/ultraleggera/de

Es gibt noch einige andere Felgen, aber diese haben nur ein Festigkeitsgutachten und müssen jeweils per Einzelabnahme eingetragen werden, was außer höheren Kosten manchmal einen Eiertanz mit dem TÜV – Ing. bringen kann. :roll:

Einige Möglichkeiten hierfür:

AZEV in 18“x8,5 bzw. 18 x10“, Typ C; H; E; U (1tlg.) sowie Typ LS, PS (2tlg.) in ET 30 bzw. 35, Näheres siehe http://www.azev.de ,
mittlere Gewichtslage (Typ E, H und U ca. 13,5kg, Typ C ca. 14,5kg) Preis: 1tlg. ca. 300 E, 2tlg. ca 500 E.

18“ x8,5 bzw. 9,5 von Fa. Winter, sind von Fa. RH Typ tecnic bzw. AS (Speiche). Montage mit Adapterplatten, evtl von bzw. für andere Fz. passend. Im freien Handel recht günstig (ab ca. 800E/Satz), nachteilig: Die Felgen sind recht schwer, z.B Typ tecnic 8,5x18 ca.16,5kg, 8,5x19 ca. 18kg. Außerdem das Gefummel mit den Adaptern.

Von ATS gibt es den Typ Apollo 1 u. 2tlg. in 17“ +18“, jeweils in 8,5 und 10“ (hatte ich in 8,5 x 17 ET 30 für meine M+S, wiegen in 2tlg. ca. 12kg).

Felgen „Race“ von Fa. Postert 9x18“, ET 32 mm, 2-teilig, Gewicht ca. 13,5 kg zugelassene Bereifung rundum 235/40-18 oder (empfehlenswert ) 245/40-18. Durch die geringere ET schließt der Reifen (in 245) schön mit der Karosse ab, auch technisch empfehlenswert. Nachteil: ca. 500 Euro/Felge,

Von AEZ gibt es den Typ Icon6 in 8,5 x 18, ET 30, Bereifung wäre z.B. 245/40. Gewicht ca. 13,8kg, Kosten ca. 215 Euro /Stück.
s. http://www.aez-wheels.com/cgibin/evoweb ... e=1&lang=1

Passende Felgen gibt es auch von Keskin, s. http://www.keskin-tuning.de/

Von OZ gibt es außer der Ultraleggera noch versch. andere, aber Eintrag für den GT nur über Festigkeitsgutachten.

Etwas Feines sind die 3tlg. Tuner-Felgen VN3 mit Nirosta-Außenteil von Schmidt (sind auch rel. leicht, ca. 11,9kg , aber der Preis: ca. 700E / St.). http://www.felge.de Schmidt hat aber auch ein preisgünstiges Modell (ca. 180 E), „racelite“ 8x17 ET 35, einteilig, wäre mit Seriengröße 225/50-17 oder 245/45-17 eine brauchbare Lösung. Allerdings auch TÜV-Einzelabnahme.

Zum Anschauen von verschiedenen Felgendesigns u.ä. ganz brauchbar ist z.B. http://www.wheelmachine2000.de, wenn es um spezielle Felgen (auch?) für den GT geht, evtl. anrufen.

Felgenkauf
Vor einem evtl. Kauf wäre abzuklären
- Felgenbreite
- Einpresstiefe
- Tragfähigkeit der Felge
- Abstand zum Bremssattel vorne (eine Felge die z. B. auf einem älteren US-Modell oder SL passt, muß nicht unbedingt auf einen EU-GT passen)
- ggf. Distanzscheiben erforderlich? (Gesamt-ET?)
- Gewicht
- Angedachte Reifengröße(n),
- mögliche Reifentypen (auch Traglast und Vmax beachten) und deren Eigenschaften (unter Berücksichtigung der Kosten. Nicht, daß es zum Schluss nur zu „Lin Kong plus“ reicht)
- wie weit kommt das komplette Rad raus? (Bestimmungen D, bzw. A, Ch)
- TÜV, Gutachten u. ä.
Für einen (legalen) TÜV-Eintrag wird mindestens ein Festigkeitsgutachten benötigt (z. B. bei japanischen Felgen ohne Europa-Vertrieb oft nicht vorhanden).

Generell gibt es, je nach Händler, größere Unterschiede im Preis- also bei verschiedenen Anbietern informieren!

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