Basics: Schmiermittel und Co.

Für die Schrauber
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Tiberius
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Basics: Schmiermittel und Co.

Beitrag von Tiberius » Mo Mär 27, 2006 3:06 am

Folgende Mittelchen sollte man beim Autoschrauben immer parat haben:

Kriechöl / Rostlöser
Löst Rost und festgefressene Schrauben, schmiert alles wo normales Schmiermittel nicht hinkommt. Kann auch als Kühlmittel beim Bohren von Metall verwendet werden.
Beispiele: WD40, MoS2, Liqui-Moly Keramik-Rostlöser ect...

Schmierfett
Langzeitschmierfett das an allen beweglichen Teilen benutzt werden kann. Graphitfett eignet sich besonders für alle Arten von Lagern.

Bremsemreiniger
Stark flüchtiger Sprayreiniger der alle Arten von Fettschmutz löst. Brauch man um Bremsscheiben fettfrei zu machen und eigentlich bei fast allen verdrecken Stellen rund ums Auto. Auch um das Werkzeug nach der Arbeit zu reinigen oder um lackierte oder Glasoberflächen für Aufkleber vorzubereiten.
Tip: Motorradzubehörhändler (z.B. Louis, Hein-Gericke, Polo) verkaufen oft günstig große Spraydosen. So hat man einen guten Vorrat und es ist viel billiger als die normalen Dosen die es bei ATU und Co. gibt.

Loctite
Erhöht den Haftreibungsfaktor von Metalloberflächen. Damit eingepinselte Schrauben halten auch wirklich fest. Gibts in verschiendenen Festigkeitsstufen (Farben), entweder flüssig zum pinseln oder als Stift zum aufstreichen.

mitsublue
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Hilfsmittel

Beitrag von mitsublue » Do Mär 30, 2006 10:00 am

Einige Anmerkungen bzw. Ergänzungen

Fette
Graphitfett - Heute an sich überholt, wahrscheinlich meint Tiberius Fette mit Molybdändisulfid (MoS2) -Zusatz.
Für Gelenkwellen oder das Vielzahnprofil von Kupplungen sollte man die hierfür vorgesehen speziellen Fette verwenden.
Grundsätzlich übrigens Markenware.

Loctite
Erhöht den Haftreibungsfaktor von Metalloberflächen
Stimmt so nicht ganz. Loctite (oder auch „Lop“ o. ä. ) sind an sich anerobe Klebstoffe auf Kunststoffbasis (d. h. sie härten unter Luftabschluss aus).
Wichtig für die Anwendung: Die Gewindegänge (beider Teile)n müssen unbedingt sauber und fettfrei sein! Bei Teilen aus rostfreiem Stahl, verchromte Schrauben o. ä. sollte man vor Auftrag von Loctite o. ä. die Gewinde mit einem „Aktivator“ behandeln.

Ähnlich, wenn auch ein anders Prinzip, sind Schrauben mit aufgetragener „mikroverkapselter“ Schraubensicherung. (meist blau). Hierbei sind zweierlei mikroverkapselte Kunststoffbestandteile welche dann beim Eindrehen aufplatzen, sich vermischen und durch die Reaktion aushärten. (Prinzip ähnlich Polysterspachtel + Härter).
Nur einmal verwendbar! Also neue Schrauben verwenden oder evtl. Behandlung der alten mit Loctite.


Weitere Hilfsmittel
Pasten
Kupferpaste oder Keramikpaste (auch hitzefest erhältlich)

Sie werden z.B. eingesetzt wenn Teile / Gewinde beweglich bleiben sollen (gegen Korrosion u. a.). Beispielsweise Rückseiten der Bremsbelagträgerplatten, Kerzengewinde, Auspuffverschraubungen usw.

„Marinespray“, PTFE-Pulver-Spray u. ä.
Überall wo etwas „flutschen“, leichtgängig sein soll, nicht korrodieren soll usw. – aber keine Mineralölprodukte eingesetzt werden sollen (z. B. Kunststoffe, Gummi)

Antiquietschpaste
Rückseiten der Bremsbelagträgerplatten

Dichtmittel
Flüssige / pastöse Mittel welche allein oder als Zusatz auf z.B. Papier-, Gummi-, oder Kunstoffdichtungen verwendet werden können. Bewährt: Curil, Atmosit (abziehbar). Nicht für Zylinderkopfdichtungen.

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