Serienmotorsteuerung durch AEM EMS Series 2 ersetzen

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Otti.99
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Serienmotorsteuerung durch AEM EMS Series 2 ersetzen

Beitrag von Otti.99 » Sa Sep 03, 2011 3:20 pm

Es geht um das AEM EMS Series 2 Steuergerät: AEM Part# 30-6311
Funktionsbeschreibung (pdf-Link) ,Einbauanleitung (pdf-Link)

Es wird empfohlen zusätzlich je einen IAT- und MAP-Sensor zu verbauen, auch wird zu einer Breitbandsonde geraten. Diese drei Teile sind nicht nötig, da das EMS alle Daten von den orig. Mitsu-Sensoren auswerten kann.
IAT- und MAP-Sensor können aus der riesen Auswahl von General Motors oder anderen Herstellern genutzt werden. Die Sensordaten (zB. wie viel Volt bei welcher Temperatur gesendet werden) sollten aber zur Kalibrierung der EMS bekannt sein.
Breidbandsonden von Bosch haben einen guten Ruf, und sind auch einfach zu bekommen.

Ich habe mich für folgende Teile entschieden, und alles über AEM, bzw von AEM bezogen.
MAP-Sensor, AEM Part# 30-2130-50 es gibt auch günstigere Varianten, aber dieser wird in vielen Foren als Genauester genannt. Zudem ist die AEM-Basemap und viele Usermaps darauf abgestimmt (später dadurch einfacher).
IAT-Sensor, AEM Part# 30-2010 ist ein GM-Model
Inline Wideband UEGO Controller, AEM Part# 30-2310 geht auch die Version mit Rundinstrument oder WIFI, kostet aber mehr (ich habe schon eine Anzeige und will mir später diese einbauen: Serial Data-Stream Gauge, AEM Part# 30-4300. Eine für Alles, auch Knocks).

BTW: anhand der AEM Part#, kann man auch auf nicht ".com" Seiten die Teile finden. Die Datasheets liegen aber fast immer bei AEM direkt, sorry.

Hier gibt es immer die aktuellen Softwares: AEM-Link
Leider muss man zZ. noch die Systemsprache des Computers auf US-englisch umstellen, damit die Software startet (unter Systemsteuerung\Zeit, Sprache und Region). Lässt sich ohne Gefahr und jederzeit wieder ändern/umstellen.
Hier gibt es immer die aktuellen Basemaps: AEM-Link

Theoretisch könnte ich sofort loslegen, da alle AEM-Teile schon da sind. Ich will mir aber erst noch ein zusätzliches Flexrohr in die Downpipe setzen, und möglicher weise setze ich auch noch ein zusätzliches Lambda-Gewinde ein. Die Jetzigen gefallen mir von der Position her nicht, auch liegen sie alle horizontal (Empfehlung ist 10° nach oben zur Horizontalen).

Jetzt kommen wir zur ersten Frage: Wo sitzen MAP- und IAT-Sensor am Besten?

Allgemeine Meinung: Sie sollen möglichst am gleichem Ort und nach der Ladeluftkühlung sitzen (in meinem Fall auch nach der Wassereinspritzung). Viele "User" setzen Beide in die Y-Pipe, also vor die Drosselklappe. Tuner setzen Beide in die Ansaugbrücke (würde ich auch sagen). Dazu, oder dagegen habe ich diesen Beitrag gefunden: Forum-Link
Gute Argumente finde ich von dem User "NS", in diesem Forum-Link

Das sind noch Kleinigkeiten, aber man braucht schon seine Zeit zum Durchstöbern des Internets :-" .

Gruss, Otti

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Re: Serienmotorsteuerung durch AEM EMS Series 2 ersetzen

Beitrag von Detonator » Sa Sep 03, 2011 6:59 pm

Den Mapsensor würde ich an die Ansaugbrücke anbauen.., sollte auch simpel realisierbar sein...
Loch bohren (evtl. hinten/rückseite) und ein 1/8 NPT Gewinde schneiden. Dann mit nem Dichtmittel einschrauben.

den IAT Sensor würde ich persönlich an die Y-Pipe verbauen..
ich denke das die Temperatur in der Ansaugbrücke höher ausfällt da die Motorhitze doch die Ansaugbrücke ordentlich erhitzt...

nur bräuchtest du eine Y-Pipe aus Alu... das Gewindestück lässt sich dann einfach draufschweißen!

Wenn du deine Wassereinspritzung nutzt solltest du den Sensor vor der Wassereinspritzung einbauen (nach dem Ladeluftkühler etc.)... das Wasser würde die Messwerte stark verfälschen (Wärmeleitwert etc.)

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Re: Serienmotorsteuerung durch AEM EMS Series 2 ersetzen

Beitrag von Otti.99 » So Sep 04, 2011 10:42 am

MAP-Sensor

Den MAP-Sensor brauche ich gar nicht fest in der Ansaugbrücke montieren. Hinter der Drosselklappe ist ein 1/8" Gewinde mit Schlauchtülle (ganz am Ende noch eins). Hier könnte ein T- oder Y-Stück entweder direkt eingeschraubt, oder als 3-fach Tülle dazwischen gesetzt werden. Bei dem MAP-Sensor liegt eine Ø ca. 6mm Schlauchtülle mit 1/8" Innengewinde bei. Somit ließe sich der MAP-Sensor vibrationsfrei zB. an der Spritzwand montieren.

IAT-Sensor

Wird der IAT-Sensor für die Volumenberechnung genutzt (Ladeluft), oder wird er nur für die Anreicherung der Spritmenge bei wärmerer Ladeluft genutzt (Brennraumkühlung).
Im ersten Fall würde ich sagen, muss er mit in die Ansaugbrücke.
Der IAT-Sensor hat ein 3/8" Gewinde (Ø ca. 17mm), also schon sehr groß. Dafür ist der Sensor vorne und im Gewindeteil durch Kunststoff nach "außen" hin isoliert. Der Sensor dürfte also nur Strahlungs- und "Umluft-"Wärme messen. Da die Sensorspitze silbrig glänzend ist (Lot), wird die gemessene Strahlungwärme auch sehr gering sein, da fast alles reflektiert wird.
Meine Y-Pipe ist aus Alu. Die ist genauso warm, wie die Ansaugbrücke. Ich glaube sogar noch wärmer, da die zweite Kühlung ja erst hier erfolgt.
Vor Monaten hatte ich schon versucht jemanden aufzutreiben, der mir zwei Teile für Gewinde auf die Y-Pipe schweißt. Da ist nichts zu machen, und ich habe schon gute Kontakte (arbeite selber im Metallbereich). Man muss ein AC/DC WIG-Gerät haben, mit einem normalen WIG-Gerät geht das nicht. Fast alle haben nur normalen WIG-Geräte, da die anderen wesentlich teurer sind. Alu-WIG-schweißen ist sehr schwierig, da muss man leider Profi sein. Die Leute, die ich aufgetrieben hatte, haben es sich nicht zugetraut, da die Y-Pipe so dünn ist.

Mit dem IAT-Sensor (Position) bin ich noch unschlüssig, da werde ich noch weiter suchen müssen :? .

Habt ihr euch die Einbauanleitung angeschaut?
Auf Seite sieben ist ein Schaubild. Da wird an Pin 114(44) (ABS-Control) (Switch 6) ein Kabel angeschlossen und über einen Schalter auf Masse gelegt? Oder ist das ein nutzbares 12V-Signal, zur Steuerung eines Arbeitsrelais bei "Zündung an/aus"?
Was muss hier gemacht werden? :roll:

Gruss, Otti

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Re: Serienmotorsteuerung durch AEM EMS Series 2 ersetzen

Beitrag von Otti.99 » Di Sep 06, 2011 9:32 pm

Werde nächstes WE auch noch nicht dazu kommen (Geburtstagsfeier vergessen). Ausserdem muss ich erst mal rum fragen, wer noch eine Zündzeitpistole hat (Referenzsetzen für das EMS). Meine hab ich seit ´89 nicht mehr benutzt :oops: , und sie ist natürlich nicht mehr in Ordnung ](*,) .

Dafür habe ich mich aber schon einmal um die Verkabelung gekümmert.
Die Verkabelung der drei Sensoren (Seite 7, AEM-Anleitung) kann direkt im Motorraum durchgeführt werden. Man muss also keine Kabel durch die Spritzwand zum Steuergerät ziehen, und auch nicht an den orig. ECU-Steckern die Anschlüsse neu belegen. Habe die Anschlüsse des Steuergerätes und des Kabelbaumes verfolgt.

MAP-Sensor: 5V und Masse werden am Dosselklappensensor (Pos1 und Pos4) abgegriffen. Das MAP-Signal geht auf den ERG-Temp-Anschluß. Dieses Kabel ist auf dem letzten Stück des gesteckten (deutschen) Kabelstranges (Motorraum-Kabelbaum, unter den vier Steuerventilen) nicht vorhanden, da wir diese Funktion nicht auswerten. Im 6-fach-Stecker dieses Kabelstranges ist aber ein Kontakt zugegossen. Dh: in der 6-fach-"Steckerdose" muss dieser Kontakt da sein (wie auch im Mitsu-Kabelbaum gezeichnet: hellgrün/schwarz). Da ich die Ansaugbrücke abbaue, schau ich da später nach, dann ist dieser Ort zugänglicher ;-) .

IAT-Sensor: Signal und Masse (können auch getauscht werden) werden am MAF-Kabelbaum (Pos 6 und Pos5) angeschlossen.

Lambdasonde: Signal und (Signal)-Masse werden an die vordere, orig. Lambdasonde angeschlossen (vo., orig. Lamda wird demnach dann nicht mehr genutzt). Die Stromversorgung, Anschluss und Verlegung/Platzierung des Lambda-Steuerteils (15, 30 und Masse) kann natürlich auch gleich im Motorraum erfolgen, und ist losgelöst vom ECU-Kabelbaum.

Für die Positionierung des IAT-Sensor hab ich auch noch nichts schlaueres (wie weiter oben schon genannt) gefunden :cry: .

Gruss, Otti

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Re: Serienmotorsteuerung durch AEM EMS Series 2 ersetzen

Beitrag von Otti.99 » So Sep 11, 2011 12:02 am

Ich habe gestern und heute das Flexrohr, sowie die Lambda-Sonde verbaut.

Die in meinen Fall verwendete "Inline Wideband UEGO Controller" Einheit kann mit allen Kabeln direkt an die Steckverbindung der orig. Lambda-Sonde angeschlossen werden.
Anders wie oben, oder in der Einbauanleitung der EMS beschrieben, ist die Kabelbelegung etwas abweichend.
Sie benötigt kein Dauerplus.
Es wird geschaltetes Plus und Masse angeschlossen, sowie Sensor-/Lambda-Signal und Signal-Masse.

Rot = 12V Zündungsplus
Schwarz = Masse
Weiß = Lambda-Signal
Braun = Lambda-Masse (geht aber auch normale Masse)
Grau = wird nur bei Nutzung eines PCs benötigt, wenn die Einheit ohne EMS verbaut wird, zB: Datenlogger

Unser Lambda-Anschluss hat 4 Adern, welche folgende Funktionen haben:
Rot = 12V Plus vom MFI-Relai
Schwarz = Masse
Weiß = Lambda-Signal
Schwarz = Lambda-Masse

Die Lambda-Sonde habe ich kurz hinter dem Halter / Gummiaufhängung der Downpipe gesetzt. Die Steckverbindung der Lambda-Sonde habe ich am Halter/ Gummi fixiert. Das Anschlusskabel kommt (von unten gesehen) aus dem Motorraum entlang der Spritzwand nach unten. Sie läuft direkt an der isolierten Klimaleitung entlang, und ist hier gut geschützt. Es ist die Klimaleitung, die man auch oben im Motorraum sehen kann. Diese läuft vorne direkt am Lambda-Sonden-Stecker entlang. Danach geht sie an der Fahrerseite entlang am Dom vorbei, von dort an die Spritzwand und dann weiter nach unten. Der ideale Weg, um die Kabel ordentlich zu verlegen.
Das Controller-Gehäuse ist so konstruiert, dass man es mit zwei Kabelbindern überall dran festzurren kann. Das habe ich an besagter Klimaleitung getan. Der Controller sitzt nun rechts hinter dem Bremsflüssigkeitsbehälter an der Spritzwand.
Bilder sind vorhanden!

Gruss, Otti

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Re: Serienmotorsteuerung durch AEM EMS Series 2 ersetzen

Beitrag von Otti.99 » Di Sep 13, 2011 9:29 am

Statusmeldung: Breitbandlambda läuft!

BTW:
Flexrohr hat keine Verbesserung in Bezug auf mein Teillast-Klopfen gebracht.
EMS-Einbau verschiebt sich wahrscheinlich noch einmal 2 Wochen, wir feiern schon wieder an einem WE :-alc , und ich muss den Kabelbaum und Funktion der folgenden Komponenten nachvollziehen und verstehen können: orig. ECU --> MFI-Relai --> Benzinpumpensteuerung.
Bei mir ist ein Non-Turbo MFI-Relai verbaut. Turbo MFI hat 10 Adern, Non-Turbo nur 8. Mein Kabelbaum wurde dem entsprechend geändert, und das Fahrzeug fährt ja auch 8-[ . Ich muss nun auch messen, ob die Stromabsenkung der Benzinpumpe noch in Betrieb ist, oder wie beim Non-Turbo gar nicht genutzt wird. Die neue ECU regelt das ja auch (wenn gewollt). Alle Komponenten (Resistor, Pumpenrelai II, Pump-Controll-Connector, MFI-Relai, ECU und Pumpe, so wie die Verdrahtung untereinander ist OK. Das habe ich gestern schon alles kontrolliert. Einziger Knackpunkt ist das Non-Turbo MFI-Relai und ein Steuersignal der ECU an das MFI-Relai (für das Umschalten des Pumprelais II, also in diesem Fall die Absenkung der Spannung). Diese Verbindung ist getrennt und Isoliert. Steck ich diese Verbindung wieder zusammen (sie ist als Steckverbindung ausgeführt worden), und starte den Motor, geht dieser nach 2-3 sek. wieder aus.
An sich denke ich, ist das alles kein Problem, alles funktioniert gut. Nur die Pumpe wird wahrscheinlich immer auf Volllast laufen.
Wenn an dieser "Besonderheit" weiter Interesse besteht, kann ich auch weiter berichten.
Ansonsten geht es erst weiter, wenn ich MAP- und IAT-Sensor verbaue!

Gruss, Otti

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Re: Serienmotorsteuerung durch AEM EMS Series 2 ersetzen

Beitrag von Otti.99 » Di Sep 13, 2011 9:47 pm

Jetzt fehlt nur noch ne web-cam bei mir in der Werkstatt :lol: ! ZZ. noch am schrauben und wollte das Neueste mitteilen :-" .

Das MFI-Relais arbeitet ja ordnungsgemäß, auch wenn es vielleicht nicht Baujahr korrekt ist. Beim Durchwühlen der vielen Schaltpläne habe ich nun heute gefunden, dass es ab ´94 eben auch dieses Relais gegeben hat :-k . Alles ein wenig widersprüchlich!
Auf jeden Fall muss dieses Relais nur 12V an das Pumpenrelais II weitergeben, wenn der Motor läuft. Das tut es! Also erst einmal abhaken.

Das (bei mir) durchtrennte Signal (Masse) von der ECU (Pin 21 bis Bj.93, dann 31), soll bei Teillast (und nach Motorstart) das Pumpenrelais II umschalten. Dadurch würden die anliegenden 12V durch einen Leistungswiderstand geführt, und bei der Pumpe kommen dann nur noch 8-9V an.
Wenn ich das durchtrennte Kabel wieder verbinde, geht ja der Motor nach 2-3 sek. aus. Was heißt, das Relais arbeitet/schaltet um, aber die Pumpe bekommt keinen Strom mehr.
Mein erster Verdacht, Resistor defekt, oder irgend wo ein Kabelbruch zwischen Resistor und Pumpe. Darum die lange Suche gestern: aber Relais, Resistor und alle Kabel sind OK!

Jetzt kommts: Die Schaltpläne kenne ich ja schon fast auswendig. Es gibt Schaltpläne, wo das Pumpenrelais II ein "Schliesser" oder ein "Öffner" ist :evil: . Natürlich Baujahrbezogen. Was wiederum heißt, dass ECU und Relais zusammen passen müssen!

Da musste bestimmt mal jemand viel Geld für die verfuschte Reparatur bezahlen =; , bis der GT wieder lief. Das kommt, wenn man nicht in die Papiere schaut, und keine Ahnung von den Generationen hat. In Meinem Fall: Bj. ~05´93, Zulassung 01´94 ;-) .

So kann man sich auch den Abend um die Ohren hauen, ich mach jetzt Feierabend und schraube morgen weiter :-alc .

Gruss, Otti

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Re: Serienmotorsteuerung durch AEM EMS Series 2 ersetzen

Beitrag von Otti.99 » Sa Sep 24, 2011 12:10 am

Statusmeldung:

Pumpen-RelaisII richtig richtig ;-) verdrahtet.
Umluftventil am Ansaugkanal entfernt. Hier warte ich noch auf einen kl. Motorraddauerfilter.
MAP-Sensor direkt hinter der Drosselklappe an der gr. vorhandenen Druckleitung per gr. T-Stück angeschlossen und verschlaucht und verdrahtet.
IAT-Sensor im ERG-Kanal unter (in) der Ansaugbrücke montiert und verkabelt (ERG-Ventil entfernt, Flansch und ca. 2cm ERG-Kanal schräg abgesägt und in den Kanal das Gewinde für den IAT eingedreht).
Konsole für das neue Steuergerät gebaut. Altes Steuergerät, sowie die Hälfte der Mittelkonsole, ausgebaut und die "Kabelwirtschaft" in Ordnung gebracht.
Neues Steuergerät verbaut und schon kurz mit "kommuniziert", Motor aber noch nicht gestartet, da mir noch der kl. Filter fehlt.
Altes, defektes MAF-Gehäuse (von icke :-" ) gereinigt und für den Einbau vorbereitet (hier habe ich ja ein komplettes System mit Warmluft-Abdeckung, Luftfilter-, WAES-Steuergerät-, WAES-Absperrventil-Halter/-Kantungen).

Ich muss jetzt nur noch den kl. Luftfilter verbauen, und den Rest des Ansaugsystems (Y-Pipe, MAF-Gehäuse + Luftfilter etc). Danach kann ich den Motor starten und den realen Zündzeitpunkt dem Steuergerät mitteilen. Danach gibt es eine Probefahrt und Datenlog (wenn ich alles richtig gemacht habe). Kann aber noch ein paar Tage dauern, diese WE fällt ja komplett aus, und ich will mich in die "Bedienung" des EMS noch ein bisschen einlesen. Fotos von Teilen und Arbeitsschritten sind auf Wunsch vorhanden.

Gruss, Otti
Lambdasonde: Signal und (Signal)-Masse werden an die vordere, orig. Lambdasonde angeschlossen (vo., orig. Lamda wird demnach dann nicht mehr genutzt). Die Stromversorgung, Anschluss und Verlegung/Platzierung des Lambda-Steuerteils (15, 30 und Masse) kann natürlich auch gleich im Motorraum erfolgen, und ist losgelöst vom ECU-Kabelbaum.
Meine Inline-Version bekommt, anders wie oben, nur + und - . Somit habe ich Signal und Signal-Masse und + / - direkt an dem Stecker der vorderen Lambda-Sonde verdrahtet.

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Re: Serienmotorsteuerung durch AEM EMS Series 2 ersetzen

Beitrag von Otti.99 » Mo Sep 26, 2011 10:02 pm

So, nun ist alles wieder verbaut und fertig!

GT hab ich aber noch nicht gestartet, will mich erst noch mehr mit der Software und Firmware beschäftigen. "Ich will nicht einfach nur eine cal.-File aufspielen", sondern den Kram auch verstehen.

Aktuell ist jetzt: Firmware 1.24, Software AEM-Tuner 2.9

Wer von den Interessierten parallel mit der Software arbeiten will, meldet sich bitte bei mir, damit wir da gemeinsam voran kommen. Vorrangig hab ich da zwar erst einmal den Nutzen von, kann aber für Andere auch nicht schaden.

Was mich zZ. am meisten verwirrt: wo her weiß die EMS, dass sie in einem Gen1 sitzt, und nicht in einen Gen2? Die Pin-Belegung der Stecker unterscheidet sich ein wenig. In den cal.-files kann es nicht stehen, da die nicht gesondert für Gen 1 oder 2 ausgeben werden.
Andere Series 2 (andere Autotypen) haben das wohl nicht, ich finde dazu jedenfalls nichts (suche schon seit Sonntag).

Gruss, Otti

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Re: Serienmotorsteuerung durch AEM EMS Series 2 ersetzen

Beitrag von Otti.99 » Di Sep 27, 2011 10:07 pm

GT läuft schon mal im Standgas.

Lambdasonden muss ich wohl noch mal umklemmen. Vorbesitzer oder Fachwerkstatt hat neue Lambdasonden verbaut und am Steuergerät falsch verkabelt (vertauscht).
Kann man in der Software auch wechseln, aber ist so fehleranfällig, wenn man nicht daran denkt. Standardmäßig wird Lambda#1 für die Überwachung/Regelung genutzt.

Fuelmap muss ich neu berechnen, da ich der Lambdaregelung 25% einräumen musste, bis die Target AFR erreicht wurde.

Es geht weiter....

Gruss, Otti

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Re: Serienmotorsteuerung durch AEM EMS Series 2 ersetzen

Beitrag von Otti.99 » Fr Okt 07, 2011 5:16 pm

Ganz vergessen Meldung zu machen :oops: .

GT läuft ganz gut. Wir haben letztes WE auch schon eine schöne Harztour gemacht. Zudem haben wir auch eine Besichtigungstour mit dem GT durch die Altstadt gemacht, sind im Schritttempo hinter Pferdekutschen her gefahren, und jede rote Ampel mit genommen. Sprich: Leerlauf, Idle-Bereich sehr sauber und gleichmäßig, auch bei sehr hoher Motortemperatur(Schritttempo, Ampeln,...).
Schlecht war, den heißen Motor nach ca. 30min wieder anzulassen, das wollte er nicht. Im Motorraum war es sehr warm. 10min. Motorhaube auf, dann gings weiter. Hier habe ich bei der Programmierung den Warmstart nicht berücksichtigt. Kalt-, oder Normal-Start ist kein Problem. Ich glaube bei Temperaturen über 80°C habe ich keine weiteren Zugaben (Anreicherung) zu der Haupt-Fuel-MAP. Wenn es jemanden gibt, den das interessiert, kann ich die "Start-Sequenz-Funktion" hier auch beschreiben, und was man da alles einstellen kann :roll: .

Ich würd sagen 70-80% hab ich erreicht. Die Restlichen 20-30%, wenn man sie überhaupt voll erreichen kann, werden jetzt aber den größten Anteil an Zeit in Anspruch nehmen.

Wen es richtig interessiert, den lade ich herzlichst zu mir ein. Die weiteren Schritte werde ich hier sehr schwer erzählen und veranschaulichen können, da sie hauptsächlich auf Software-Ebene geschehen. Dazu müsste ich viele Bilder, Diagramme und Logg-files hier hochladen.

Gruß, Otti

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Re: Serienmotorsteuerung durch AEM EMS Series 2 ersetzen

Beitrag von BT-GT » Fr Okt 07, 2011 10:06 pm

Hey Otti,

Find ich super was du machst. =D>

Grüsse Matthias

P.S. Wie schaut des eigentlich auch wenn ich grössere Düsen verbaue. Kann man den Ladedruck übers AEM regeln oder wird nach wie vor eine Ladedruckerhöhung benötigt?
z.B. Boostcontroller.

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Re: Serienmotorsteuerung durch AEM EMS Series 2 ersetzen

Beitrag von Otti.99 » Sa Okt 08, 2011 11:22 am

Nein, das kann das AEM auch. Entweder mit dem orig. Mitsu.-Ventil, oder einem "Aftermarket".

@ all

Es gibt ein pdf-Dokument (~10MB, 300 Seiten), nennt sich "INSTALLATION AND TUNING GUIDE FOR: EMS P/N 30-6905", das beschreibt auf den ersten ~90 Seiten den Einbau von dem EMS4. Danach werden alle Funktionen der AEM-Tuner und -Log Software beschrieben. Was wofür ist, wie sie zusammen hängen, was sie bewirken, und wo man was einstellen kann, ... .
Also wie man mit der Software arbeitet, und wie man der EMS "erzählt", was sie wann wie zu tun hat.
Mann muss bedenken, das orig. Mitsu.-Steuergerät ist nicht mehr da! Das AEM ist kein PiggyBack, welches nur Zündzeitpunkt und Einspritzzeit regelt. Hier muss jedes kleinste Detail/Funktion eingestellt werden! Das EMS muss alles steuern und regeln.

Beispiele:

Kurbel- und Nockenwellensignale: Hier muss man wissen, wie viele Signale kommen pro Umdrehung, welches Signal setzt die Referenz für eine "neue" Umdrehung. Dann müssen diese Signale den einzelnen Zylindern, Düsen, Zündspuhlen zugewiesen werden, natürlich auch in der richtigen Arbeitsreihenfolge des Motors.

Startsequenz: (alle Zahlen sind nur Beispiele und sind frei einstellbar) Der Steuerung sagen, dass sich der Motor bei einer Motordrehzahl von 50-350 U/min im "Anlassermodus" befindet.
Jetzt soll zB.: die Benzinpumpe vorher schon 2 sek. gelaufen sein, bei der 1. Umdrehung alle Düsen auf einmal einspritzen, die Zündung um 5° zurück genommen werden (von Ign-MAP), Lambdaregelung (wenn grundsätzlich an) für 15 sek. ausserkraft, Klopfregelung (wenn grundsätzlich an) für 15 sek. ausserkraft, Einspitzzeitpunkt, sowie -dauer nach zusätzlichen 2D-tables in Bezug auf die Grund 3D-MAPs variieren, ...
Ich habe mittlerweile schon 5x 2D-tables, die die beiden 3D-MAPs (Fuel + Igni.) während der Startsequenz verändern #-o . Und es geht noch weiter ... .

BTW: In irgend einen anderen Beitrag ging es um Ausfälle/Notprogramm, dazu kann ich schon mal folgendes sagen.

Wenn das Steuergerät defekt ist, geht natürlich nichts mehr ;-) .

Jeder (Motor-) Sensor lässt sich in der Software kalibrieren, als Beispiel nehme ich hier mal den MAP-Sensor: Ist die Signal-Voltzahl (einstellbar) unter 0V, oder über 5V, ist der Sensor defekt. Jetzt kann ich sagen, was bei Defekt gemacht werden soll: MAP Fuel-MAP ausserkraft, dafür TPS Fuel-MAP inkraft, boost-controll aus, nitro-controll aus, switch x oder y an oder aus (kann die Rundumleuchte an schalten :badgrin: ), usw. ...
Also auch letztendlich das, was man bei normalen Steuerungen ein Notlaufprogramm nennt ;-) .

Gruß, Otti

achso, hier der LINK!

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