Echtheit der Klopfsignale überprüfen

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Otti.99
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Echtheit der Klopfsignale überprüfen

Beitrag von Otti.99 » Mi Jun 22, 2011 11:29 am

Gibt es eine Möglichkeit die Echtheit der Klopfsignale zu überprüfen?
Ich habe bei einer ganz bestimmten Gas-Stellung zwischen 2-3000U/min 10-26 Knocks. Nehm ich das Gas nur ein bisschen zurück, oder gebe mehr Gas, ist das Klopfen sofort weg. Für Motorvibrationen finde ich die Klopfzahl ein wenig hoch, aber da hab ich keine persönlichen Erfahrungen zu.
Spritmenge und Zündzeitpunkt passen. Die Regelschwelle des S-AFCII hab ich auch schon versuchsweise verschoben.
Mittlerweile fahre ich nur mit eingeschaltetem Palm als Anzeigegerät für das Klopfen :?

Gruss, Otti

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Re: Echtheit der Klopfsignale überprüfen

Beitrag von Detonator » Di Jun 28, 2011 11:14 pm

Wie ich mal gelesen habe sollen die Teillast knocks entstehen wenn man mit der Serien Pumpensteuerung fährt... sobald man die Benzinpumpe per Hotwireverkabelung neu verkabelt sollen diese knocks verschwinden...
aber soweit ich weiß hast du ja bereits ne Hotwire-verbindung.

Die Echtheit kann mal leider nicht 100%ig prüfen..
du kannst prüfen ob der Zündzeitpunkt stark zurückgenommen wird.. sollte das der fall sein sollte es ein "echtes" klopfen sein.. zumindest hat es auswirkung auf die Leistung.
Besser: einfach mal V-Power 100 besser Aral Ultimate 102, oder noch besser Rennbenzin tanken und nochmals prüfen... wenn es dann verschwindet = echtes klopfen.

Meine Vermutung:
Da du wegen den größeren Düsen die "Last" an das orig. Steuergerät änderst.. wird die Zündung weiter in richtung Vorzündung verstellt.
Da vorallem im Teillastbereich (im Bereich 2500-3000rpm) der Zündzeitpunkt recht agressiv wird kann es vorkommen das es zum klopfen kommt!

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Re: Echtheit der Klopfsignale überprüfen

Beitrag von Otti.99 » Mi Jun 29, 2011 8:04 am

Hotwire hab ich nicht verbaut, es liegen also nicht immer die 13,..Volt an. Ist so ein "Zwischending", welches ich besser fand. Die normale Pumpensteuerung ist noch in Kraft, wird aber durch ein zusätzliches Arbeitsrelai mit 13,...Volt versorgt. D.h.: im Teillastbereich bekommt die Pumpe weniger Strom, im Vollastbereich aber die vollen 13,...Volt. Zur Pumpe hin habe ich aber kein dickeres Kabel verlegt, ich konnte an der Pumpe keinen Verlust (Volt) messen.
Der von mir verwendete MOD heißt: RDR Rewired Fuel Pump Power Circuit

Die Knocks messe ich mit dem HHH-Palm. Das heißt, die Knocks kommen über die ECU und sollten somit auch von ihr registriert werden. Bei mehr wie ~10 Knocks wird die Zündung auch zurück genommen.
Bevor die Knocks einsetzen, ist die Zündung schon 3° später wie normal. Mit reichlich Knocks wird die Zündung dann sogar bis zu weitere 5° zurück genommen. Also dann schon 8° später wie normal. Keine Frühzündung, sondern in allen Fällen schon Spätzündung!

102er Sprit nutze ich schon. Zum Zeitpunkt der Knocks hab ich ein FTo² von ~50%. Die Werte der beiden LB-Sonden springen zwischen min. 0,2 und max. 0,9 Volt hin und her.

Gruss, Otti

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Re: Echtheit der Klopfsignale überprüfen

Beitrag von Detonator » Mi Jun 29, 2011 10:02 am

was spricht die Breitbandlambda??
So wie sich das für mich anhört fährst du in diesem Bereich viel zu mager oder viel zu fett :-k .

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Re: Echtheit der Klopfsignale überprüfen

Beitrag von Otti.99 » Mi Jun 29, 2011 10:57 am

Muss ich erst wieder einbauen. Die hab ich sonst nicht verbaut. Ich hab bei innovate gelesen, das sie immer aktiv angesteuert werden muss, sonst geht sie kaputt. Das heißt, das innovate Steuergerät /Logger muss dann auch immer verbaut sein und mitlaufen.
Zum Zeitpunkt der Knocks hab ich ein FTo² von ~50%. Die Werte der beiden LB-Sonden springen zwischen min. 0,2 und max. 0,9 Volt hin und her.
Hier meinte ich mit, das die ECU-Regelung des Gemisches funktioniert, und immer an- und abreichert. Die Regelung greift hier mit Ø50% ein, darum gehen die Lamda-Werte immer hin und her. Eigentlich wie es sein sollte.

Gruss, Otti

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Re: Echtheit der Klopfsignale überprüfen

Beitrag von sbrunthaler » Mi Jun 29, 2011 11:46 am

Hallo zusammen,

ich verweise mal auf das Produkt KnockLite von TurboXS (käuflich bei 3SX), das man auf die Motorgeraüsche bei unterschiedlichen Drehzahlen kalibrieren kann.
Außerdem fällt dann der permanente Anschluss des Palm-Loggers weg, man hat nur eine kleine LED-Halterung.

Ich will mir so ein Teil bestellen, macht wer mit?

Grüsse,
Stefan B.

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Re: Echtheit der Klopfsignale überprüfen

Beitrag von Detonator » Mi Jun 29, 2011 12:55 pm

@sbrunthaler

Grundsätzlich ein Super Teil.. wollte ich mir auch bereits kaufen..
problem ist aber das es direkt am Kabelbaum zum Steuergerät installiert wird, siehe PDF Anleitung:
http://www.turboxs.com/shop/attachment. ... achment=45

bei unseren Hybrid Steuergeräten gibt es keine genauen Infos an welchen Pin das Klopfsignal ankommt.
Meine letzte Info war Pin 78, hatte ihn mit meinem E-Manage auch geprüft und es scheint auch wirklich das Klopfsignal zu sein.. aber 100%ig weiß ich es nicht :-( .

Alternative wäre ein Bosch Klopfsensor, das Knocklite könnte man dann direkt an den Klopfsensor anschließen. Problem wäre dann aber ob das Steuergerät mit den Signalen klarkommt...

@Otti.99

stimmt, das Innovate muss immer angeschlossen sein (das Heizelement der Sonde muss aktiv sein!) sonst geht die Sonde kaputt.
Aber ohne Breitbandlambda ist es unmöglich das Gemisch genau einzustellen!
Serienmäßig läuft der GT bereits sehr fett! Da du ja größere Einspritzdüsen hast wirst du ja die Benzinmenge anpassen, aber wie machst du das ohne eine Breitbandsonde?
Als ich meine 560cc Düsen hatte zeigte mir die Breitbandlambda im Leerlauf einen Wert von 14,9:1.
Bei leichter Last bereits 11,8:1 (zu fett für den Bereich) und die FuelTrims (Low/Mid/Hi) waren alle fest auf 80.
Volllast >4000rpm, 9,0:1 = Motor aussetzer.

In jedem Drehzahlbereich musste ich heftig abmagern. Mein Ziel war es die Trims alle auf 100% zu bringen.. und ich musste z.t. heftigst abmagern... belohnt wurde ich mit viel mehr Drehmoment und keinem klopfen!
Größtes Problem war den Bereich über den Hi Trim Bereich abzustimmen (der bereits ab 180hz anfängt)..
da waren bestimmt 20+ beschleunigungen (im 4. Gang) notwendig bis die Werte gepasst haben.
Volllast war zum Schluß auf 11.3:1 abgestimmt (ohne klopfen),

Mein Kennfeld:

Leerlauf: 14,7:1
minimale Last: 14,0:1
leichte Last bis 0 Bar: 13,5:1
2psi: 13,0:1
4psi: 12,8:1
6psi: 12,5:1
8psi: 12,2:1
10psi: 12,0:1
12psi: 11,5:1
14psi: 11,5:1
16psi: 11,4:1
18psi: 11,3:1
20psi: 11,2:1

Das Zündkennfeld war Serie!
Die original Map zielt ab 5000rpm auf unter 10,2:1 (Sicherheitsreserve?)

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Re: Echtheit der Klopfsignale überprüfen

Beitrag von sbrunthaler » Mi Jun 29, 2011 2:34 pm

Zu den AFR-Maps mal ne Frage:

Womit hast Du die beeinflußt - mit dem Addon-Spritcomputer, oder? Wie kriegt der den Ladedruck mit?

Grüsse,
Stefan B.

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Re: Echtheit der Klopfsignale überprüfen

Beitrag von Detonator » Mi Jun 29, 2011 2:52 pm

@sbrunthaler

Ich habe das Emanage Ultimate drin.
Habe somit ein 3D Kennfeld = Benzinmenge, MAP (Ladedruck), Zündzeitpunkt.
Bisher habe ich aber hauptsächtlich 2 Dimensional abgestimmt


Ladedruck
|
|
|
|
|
|
|_______________________________________________________Benzinmenge

und das im 16x16 Raster.

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Re: Echtheit der Klopfsignale überprüfen

Beitrag von sbrunthaler » Mi Jun 29, 2011 4:07 pm

MAP = Luftmenge, oder? Woraus sich dann der LD errechnen läßt?

Grüsse,
Stefan B.

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Re: Echtheit der Klopfsignale überprüfen

Beitrag von Detonator » Mi Jun 29, 2011 5:30 pm

Der Map-Sensor ist bei mir nur ein Drucksensor... er ermittelt keine Luftmenge!

Eine Map/Karte kann man beim GT anhand von 3 sachen erstellen.

-Luftmassenmesser/Luftmengenmesser, mit den ermittelten Luftmassen hat man eine möglichkeit die Benzinmenge zu verknüpfen.. je mehr Luft (bei uns in Hz ausgegeben) registriert werden, umso "weiter" kann man eine Map erstellen... doch das Problem ist
1. die Werte sind nicht linear zur physik (Kubikmeter Luft / cfm)
2. ab ~1800hz werden die Werte stark begrenzt und sind kaum auswertbar (1600hz mit Datenloggern).

-Ladedruck, per Drucksensor kann man auch eine MAP erstellen (wie in meinem Fall)... zu Ladedruck xx = passende Menge Sprit.. da je nach Sensor z.t. 5 Bar erreicht werden gibt es bis dahin keine Limits um ein Kennfeld anzupassen. Vorteil= da die Umweltschwankungen/Umweltdruck auch registriert werden, sind auch kein ständiges anpassen nach Jahreszeit/Temperatur notwendig. Nachteil= etwas ungenau da etwas träge / unruhig (wäre beim Singleturbo wohl besser).

-Drehzahl/Pedalstellung, man kann auch anhand der TPS Stellung oder einer Drehzahl eine MAP erstellen. Das problem ist das man allerdings die Serienkennfelder benötigt und diese dann entsprechend anpassen muss... bedeutet viel arbeit, öfters mal anpassen (Sommer/Winter). Vorteil wäre das man keine Sensoren vorallem auf einen Luftmassenmesser verzichten kann, dadurch keinen Widerstand im Ansaugtrakt hätte = mehr Leistung.

In meinem Fall habe ich die Kombination aus dem Serienmäßigen Luftmassenmesser der von Leerlauf bis max 0,6 Bar die Werte ermittelt, vorteil ist hierbei das sich das Auto bis 0,6 Bar wie Serie fährt!
Erst danach 0,6Bar + schaltet das Kennfeld auf den Drucksensor um und ab da fängt das Kennfeld komplett neu an.. ich musste sozusagen von "null" anfangen (Bis auf das Zündkennfeld).

Mein vorgehen: ich habe die Werte einfach linear hochgerechnet und konnte erstmal "grob" fahren.. da aber das Serienkennfeld so "ungerade" ist musste ich fast alle Werte stark ändern damit ich fahren konnte...
die ersten fahrten hatte ich A/F Werte von 8,8:1 wo der Motor stark ruckelte.. überhaupt war das problem eher das mein Gemisch viel zu fett lief.., nach div. Kilometern auf der Landstraße/Autobahn (da die ermittelten Werte optimal im 4.Gang sind) konnte ich für mich eine fast perfektes Kennfeld erstellen.

Da das Emanage Ultimate nur ein Piggyback Steuergerät ist und mit der Serien ECU zusammenläuft war es recht schwierig Luftmassen-unabhängig zu mappen... die Lösung war das Hz Signal bei 1800Hz "einzufrieren", der Grund: FuelCut!

Insgesamt ist der GT wirklich schwierig zu tunen! Hauptproblem ist das "bauchige" Kennfeld das der GT hat (fallender Ladedruck / 286PS begrenzung ](*,) ).

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Re: Echtheit der Klopfsignale überprüfen

Beitrag von sbrunthaler » Do Jun 30, 2011 3:14 pm

Detonator hat geschrieben:... bei unseren Hybrid Steuergeräten gibt es keine genauen Infos an welchen Pin das Klopfsignal ankommt.
Meine letzte Info war Pin 78, hatte ihn mit meinem E-Manage auch geprüft und es scheint auch wirklich das Klopfsignal zu sein.. aber 100%ig weiß ich es nicht :-( .
Pin 78 sieht gut aus: ECU wiring 94-97 + 98/99
Detonator hat geschrieben: Alternative wäre ein Bosch Klopfsensor, das Knocklite könnte man dann direkt an den Klopfsensor anschließen. Problem wäre dann aber ob das Steuergerät mit den Signalen klarkommt...
Den Bosch-Sensor müsste man zusätzlich verbauen... ansonsten ist das auch bloß ein Mikrophon.

Grüsse,
Stefan B.

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Re: Echtheit der Klopfsignale überprüfen

Beitrag von Tiberius » Do Jun 30, 2011 3:20 pm

Mann der Link hat mir gefehlt als ich den ECU Kabeladapter gemacht hab. Ich hab mir das mühevoll aus den Wartungshandbüchern selber rausgeschrieben....

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